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„Internationales Treffen über die Neiße 2014“ – Öffentliche Infoveranstaltung am 8. April in Kerkwitz

Auch dieses Jahr wird wieder von deutschen und polnischen Bürgerinitiativen und kommunalen Vertretern eine Aktion gegen die Pläne neuer Tagebaue auf beiden Seiten der Neiße organisiert. In Vorbereitung der Protestaktion „Treffen über die Neiße 2014“ hat sich dazu schon im Februar innerhalb der „Klinger Runde“ eine polnisch-deutsche Organisationsgruppe gegründet. Gemeinsam mit dem „Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit“ der Gemeinde Schenkendöbern und der polnischen Bürgerinitiative „NIE KOPALNI ODKRYWKOWEJ“ werden nun am 8.April im Kerkwitzer Gasthaus „Zum Dorfkrug“ die ersten Ideen der diesjährigen Protestaktion in Kerkwitz vorgestellt.

„Es ist dieses Mal geplant, am 23.August 2014 mit einer Menschenkette, die von Tagebauplanungen betroffene Regionen grenzüberschreitend weiträumig zu verbinden. Deshalb wurden für den Dienstag auch regionale und überregionale Verbände und Initiativgruppen mit der Bitte um Unterstützung eingeladen“ so der Sprecher der Klinger Runde, Thomas Burchardt. Es gibt jetzt schon ein großes Interesse an dieser Aktion, um sich mit Ideen zur Gestaltung und Umsetzung einzubringen. So hat sich das „Lausitzcamp 2014“ bereits mit dieser Aktion solidarisch erklärt.

Wer sich über den Stand der grenzüberschreitenden Menschenkette informieren oder sich persönlich mit einbringen möchte, ist zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich eingeladen.

Datum: 8.April 2014

Zeit: 18:00 Uhr

Ort: Gasthaus „Zum Dorfkrug“
Hauptstrasse 73
03172 Schenkendöbern, OT Kerkwitz


Thomas Burchardt                     Anna Dziadek                                Mathias Berndt
(Sprecher Klinger Runde)     („NIE KOPALNI ODKRYWKOWEJ“)    (Vorsitzender des AKÖ)

Einladung der Verbände als PDF

Hintergrund:

Sowohl im deutschen als auch im polnischen Teil der Lausitz, sind durch mehrere neue Tagebaue mehr als 5000 Bürgerinnen und Bürger in über 20 Kommunen von Umsiedlung betroffen. Zusätzliche Milliarden Tonnen an Kohlendioxid werden den Klimawandel zusätzlich anheizen. Weitreichende Folgeschäden an der Natur schränken eine Nutzung der Gebiete dauerhaft ein. Seit Jahren arbeiten deshalb die Kommunen, Bürgerinitiativen und gesellschaftliche Träger gegen diese Planungen zusammen.

Tagebauplanungen BRD: Jänschwalde-Nord, Welzow-Süd TF II, Nochten II
Tagebauplanungen Polen: Tagebau Gubin-Brody (mit insgesamt drei Teilfeldern)

 poln deut 01 II


„Internationales Treffen 2009“
Polnische Bürgerinitiativen aus Gubin und Brody kommen über die Neißebrücke
nach Albertinenaue/Taubendorf                        
                                                                       (Foto Burchardt)